Als
ich mir die ersten Songs von Mind Tricks
anhöre, keimt in mir eine Vermutung auf. Diese Stimme kommt
mir doch sehr bekannt vor...Und tatsächlich, sie gehört
Bjorn „Speed“ Strid, seines Zeichens Frontmann von
Soilwork.
Ein erster Höreindruck vermittelt vor allem eines: Diese
Band geht zielstrebig ans Werk und produziert potentielle Hits
am laufenden Band, Verschnaufpausen benötigen sie kaum.
Der Opener Resurrection Code ist bezeichnend für
die darauf folgenden Stücke und überzeugt durch treibende
Riffs und einen bestechenden Refrain, der mit klarer Stimme
vollführt wird. Für mich bilden die beiden Nummern
Celestial Furnace (hierfür wurde auch ein Video
gedreht) und Nihilistic Overdrive die absoluten Highlights.
In diesen beiden Ohrwürmern sprechen die voranpreschenden
Rhythmen, die stimmlichen Leistungen (eine wohl tunende Kombination
aus klarem Gesang, Gekreische und Gegrunze) sowie die grandiosen
Melodien und Tempowechsel für sich. Nach diesen beiden
Glanzstücken ist es klarerweise schwer das Level weiterhin
so hoch zu halten. Doch DISARMONIA MUNDI haben
ihr Pulver nach den ersten 4 Songs natürlich noch nicht
verschossen. Und so sind auch die folgenden Tracks - besonders
das rhythmisch grenzgeniale Liquid Wings - eine Wohltat
für das Melodien liebende DeathMetal-Herz. Besonders lobenswert
auf Mind Tricks sind die abwechslungsreiche
Schlagzeugarbeit und die generell sehr ausgeklügelten Songstrukturen.
Natürlich kann man die Parallelen zu Soilwork nicht verneinen
und einige Songpassagen würden auf der nächsten In
Flames sicherlich nicht als Fremdkörper herausfallen. Aber
seien wir doch ehrlich, wie viele Bands gibt es denn noch, die
komplett eigenständig klingen? Was bei diesem Silberling
zählt ist eindeutig der Spaßfaktor! Und dieser ist
verdammt hoch!