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DUNDERBEIST

 
2012-11-13 DE – Köln - Essigfabrik

DEVIN TOWNSEND!!! DEVIN-MANIA!!! Von diesem Mann und seiner Show kann man nie genug bekommen! Zweimal hab ich das DEVIN TOWNSEND PROJECT live gesehen, jedes Mal ein ultimatives Konzerterlebnis. Nun hat das DEVIN TOWNSEND PROJECT mit Epicloud ein weiteres unglaubliches Album veröffentlicht, das für mich der Gegenpart zu Ziltoid – The Omniscient ist und eigentlich auf eine Musical-Bühne gehört, so ähnlich wie unlängst geschehen beim Retinal Circus in London. Leider blieb mir diese Show verwehrt, dann also der ganz normale Wahnsinn auf der FEAR FACTORY Tour ;)

:: Fotos ::

Somit steht unsereiner superpünktlich vor der Kölner Essigfabrik und bettelt um Einlaß ;) Eigentlich war noch ein Interview mit DEVIN TOWNSEND geplant, daß dann aber gestrichen wurde. Sehr schade, zumal es bereits das zweite Devin Interview ist, daß vor einer Show platzt. Mein Beutezug durch das Merchandise blieb ebenfalls erfolglos, da es zum einen keine CDs gab (die ich mir liebend gern hätte signieren lassen wollen) und zum anderen das einzige Girlie-Shirt im Programm rosa war.

Die norwegischen Donnerbiester :: DUNDERBEIST :: standen schon eine halbe Stunde vor der angekündigten Zeit auf der Bühne (eine wirklich unschöne Angewohnheit) und rockten überraschend alles in Grund und Boden. Bisher sind die Jungs Promo-technisch immer nur am eigenen Ereignishorizont entlang geschrammt, beschäftigt hatte ich mich mit DUNDERBEIST bisher nicht. Zu doof, die sind nämlich echt toll, wenn auch alles „nur geklaut“. Denn DUNDERBEIST nehmen bekannte und nicht so bekannte Songelemente und machen daraus was Neues. Und um dies zu unterstreichen, treten sie mit einem entsprechenden Outfit auf. Und… die Jungs lieben ihren Bandnamen. Denn nach jedem Song oder wann immer es sich anbot, schrieen die Sänger Torgrim und Åsmund den Namen ins Publikum. Nette Strategie ;) Leider gab es für DUNDERBEIST nicht allzuviel Platz auf der Bühne, sind ja immerhin 7 Leute… und das Licht reichte auch nur für das Gesangsduo. Trotzdem geile Show! Und, um es nochmal zu sagen… DUNDERBEISSSSSST!
Setlist: Fear & Loathing, Through The Peephole, Father Serpent, Songs Of The Buried, La Guerre Du Feu, Four Of The Seven, Shields Aligned

Die bis eben noch recht luftig gefüllte Halle wurde nun brechend voll. Der Umbau verlief zügig und dann brach auch schon Supercrush! über das Publikum herein. Der Sound war… mächtig. Ein bißchen übersteuert und unausgewogen (egal wo man stand), aber mächtig. :: DEVIN TOWNSEND PROJECT :: haben wirklich alles weggeblasen. Darüber hinaus ist DEVIN wie eh und je ungemein kommunikativ und sucht Kontakt zu seinen Fans, erzählt beinahe zu jedem Song eine kleine Geschichte, manche zum Lachen, manche herzergreifend romantisch. Und natürlich agierte er wie ein Wahnsinniger, zog Grimassen und hopste durch die Gegend. Seine beiden Mitstreiter an den Saiten blieben leider rechts und links im Dunkeln, weitestgehend, und kamen nur ab und zu mal an den Bühnenrand. Dafür bekam Schlagzeuger Ryan nach Lucky Animals ein ordentlich intoniertes Happy Birthday to you von Band und Publikum (und später noch eine Torte bei der Aftershow-Party). Der Song ist live eine Wucht und es gab das dazugehörige brandneue Fan-Video auf dem Screen dahinter. Aber für Gänsehaut sorgte das fulminante Grace, auch ohne Anneke. Hilfe, wie großartig war das denn? Da auf der letzten Tour die Quadrologie üppig bedacht wurde, gab es diesmal, neben den neuen Tracks, viele ältere Sachen. Wie lange hat man z.B. Vampira nicht mehr live gehört? Tja, was soll ich sagen? Das war, einmal mehr, extraordinär großartig!
Setlist: Supercrush!, Kingdom, Truth, Planet Of Apes, Where We Belong, War, Vampira, Lucky Animals, Juular, Grace, Deep Peace

Nun, wie bereits erwähnt, spielten :: FEAR FACTORY :: nicht wirklich die Hauptrolle bei dieser Show, vermutlich auch nicht auf der gesamten Tour, denn die Essigfabrik leerte sich merklich. Seltsamerweise ballerten FEAR FACTORY nach dem Opener The Industrialist vom gleichnamigen neuen Album (und das war nur einer von zwei neuen Songs) gleich drei Klassiker vom 1998iger Hitalbum Obsolete ins Publikum, gefolgt von gleich vier Tracks vom zweiten (bzw. dem ersten) Hitalbum Demanufacture. Viel Vertrauen zum neuen Material scheinen FEAR FACTORY nicht zu haben und versuchen es mit einer Best-Of-Setlist mit vielen alten Klassikern. Nun, es war ganz sicher nett all die Klassiker mal wieder live präsentiert zu bekommen, aus den Schuhen gehauen hat mich die Show nicht, zumal man hier quasi das gleiche Programm bekam, wie auf der 2010 Tour. Man tausche lediglich die beiden neuen Tracks gegen zwei des vorhergehenden Albums. Es scheint, FEAR FACTORY haben ihre Glanzzeiten auch live lange hinter sich. Schade.
Setlist: The Industrialist, Shock, Edgecrusher, Smasher/Devourer, Powershifter, Acres Of Skin, Linchpin, Ressurection, Recharger, Martyr // Demanufacture, Self Bias Resistor, Zero Signal, Replica

 

story & pics © Dajana