Drei
Jahre nach Beneath gibt es endlich
ein neues Langeisen von SOLICITUDE. Und sie
können den Vorgänger um einiges toppen. Machte Beneath
schon einen wirklich guten Eindruck, trumpft Alteration
in Sachen Power und Druck erst richtig auf. Bereits der Opener
21st Century Disease groovt so dermaßen, das
man hier schon eine Gesundheitswarnung für schwächelnde
Nacken rausgeben muss. Stilistisch hat sich allerdings nicht
wirklich viel geändert: leicht Thrash beeinflusster Death
Metal mit massiv tiefergelegten Gitarren und weitestgehend im
Mid-Tempo-Bereich gehalten – für den enormen Groovefaktor.
Für Abwechslung sorgen immer wieder eingestreute schnelle
Parts (Broken Hard, The Nameless) und geile
Basslinien wie in The Rebel Angel.
Wer SOLICITUDE länger kennt – schließlich
sind sie schon seit 12 Jahren unterwegs – hat sich an
den Gesang von Axel Decker gewöhnt, Neuzugänge dürften
erst mal verwundert die Augenbrauen hochziehen. Aber irgendwie
macht dieser Gesang auch den Charme der Band aus … ;)
Um Akzente zu setzen, geht Axel aber auch schon mal runter und
versucht es mit tiefen Growl Parts bei Last Sin und
klingt dann auch gehörig böse.
Allerdings muss ich auch gestehen, dass die Euphorie des ersten
Hörens bei mehrmaligen Durchläufen nachlässt,
da sich langatmige Sequenzen dann doch deutlich bemerkbar machen.
An den Solos könnte man zwar sicher auch noch arbeiten,
aber insgesamt kann man zu Alteration
hervorragend abbangen. 7.5 Punkte.