PERVERSITY
kommen aus der Slowakei und spielen Death Metal. Allein dieser
Satz müsste ausreichen, um zu erahnen, wie die Musik der
fünf osteuropäischen Sickos klingt. PERVERSITY
zocken den für die östlichen Regionen Europas mittlerweile
schon fast als typisch zu bezeichnenden technischen, breaklastigen
Extrem-Death. Auch die Slowaken sind dabei hörbar amerikanisch
beeinflusst und klingen in etwa wie eine Mischung aus alten Cannibal
Corpse und Frickelstoff a la Cryptopsy.
Die Jungs tragen ihre musikalischen Perversionen technisch versiert
und zumeist mit rasendem Tempo vor, bauen aber immer wieder langsame
Grooveparts ein, die für Abwechslung sorgen. Sänger
Martin fügt dem brutalen Gedärmebrei mit seinen tiefen
Grunts noch einen Schuss vokale Abartigkeit hinzu.
Das klingt jetzt alles nicht sonderlich originell. Ist es auch
nicht, In The Garment Of Lust macht
aber dennoch Spaß, da PERVERSITY einiges
auf dem Kasten haben und es auch vom Songwriting her nicht viel
zu meckern gibt. Sicherlich, ein wenig mehr Eigenständigkeit
wäre durchaus zu begrüßen, Songs wie der Titeltrack
oder das höllisch groovende Carnivorous Visions
sind aber schön brutale Tritte in die empfindlichsten Körperteile.
Leider ist die Produktion, gelinde gesagt, nicht wirklich gut,
was vielleicht mit einem niedrigen Aufnahmebudget zu entschuldigen
ist. Dennoch kann man nicht wegdiskutieren, dass der Drumsound
schlicht und einfach scheiße ist. Die Snare klingt, als
würde man auf einem hohlen Blechfass herumtrommeln, was insbesondere
bei den schnellen Parts extrem nervt. Außerdem wandert der
Text von Decomposition mit seiner „Wir haben zwar
nichts gegen Ausländer, die meisten sind aber dennoch kriminell“
- Aussage auf dem schmalen Grat zwischen hirnlosen Stammtischparolen
und Rassismus. Wenn PERVERSITY in Zukunft mit
einem besseren Sound aufwarten und sich lyrische Dummheiten verkneifen,
sind mit Sicherheit mehr Punkte drin. So bleiben unterm Strich
„nur“ 6,5 Punkte. Fans von technischem Brutal Death
Metal sollten auf jeden Fall mal ein Ohr riskieren. Aber bitte
nicht bei mir beklagen, wenn der Lauscher nach dem Genuss der
Scheibe feinsäuberlich abgetrennt auf dem Boden liegt!
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