Vielleicht
kennt der Eine oder Andere die Situation, eine Band schon ein
paar Mal live erlebt zu haben, ohne großartig Notiz von
der Musik genommen zu haben. So ging es mir bei den Auftritten
der jungen steirischen Band PERISHING MANKIND
im Vorjahr. Nun haben sich die Burschen aber gewaltig weiterentwickelt
und eine Hammerkomposition jagt auf Fall Of Men
die nächste! Schon mit dem Opener Nox gelingt
ein fulminanter Einstieg mit gekonntem Gesang und herrlich treibenden
Rhythmen. Die groovigen Teile lassen sofort eine Live-Atmosphäre
aufkommen und man sieht sich inmitten einer schwitzenden Schar
headbangen. Schneidige Gitarrenläufe kennzeichnen das gesamte
Liedgut und die Drums geben einen ordentlichen Groove vor, dem
man sich nicht entziehen kann. Hin und wieder wird auch eine
klare Stimme eingesetzt, was ein wenig an Soilwork erinnert
und den Songs noch ein wenig mehr Esprit verleiht. PERISHING
MANKIND setzen auf die Kombination Melodie gepaart
mit der nötigen Härte und gewinnen auf voller Linie.
Jeder Track mausert sich deshalb zu einem kleinen Hit und ich
kann meiner Begeisterung kaum Einhalt gebieten.
Mit der semiakustischen Einleitung von No One, die
sehr bald von mitreißender Power abgelöst wird, machen
die talentierten Musiker auch alles richtig. Überraschenderweise
steigert sich die CD im Verlauf noch weiterhin, die Ohrwürmer
Rage (wer hier nicht bangt, ist selber Schuld!), Perishing
Mankind und vor allem System Mutilation (was für
ein toller Ohrenschmaus mit herrlichem Refrain, der unweigerlich
hängen bleibt) blasen noch den letzten Zweifel weg, dass
wir es hier mit einer weit überdurchschnittlichen Veröffentlichung
zu tun haben. Noch ein Tipp: die Regler auf Zehn! Diese Band
ist ein heißes Eisen im österreichischen Underground
- großartig!