OAKENSHIELD – Gylfaginning

 
Label: Einheit Produktionen
Release: 27.06.2008
Von: Seb
Punkte: 8.5 /10
Time: 61:09
Stil: Viking Metal
URL: Oakenshield
 
Die meisten Heidenmetall-Fans werden bereits am Titel des Albums, Gylfaginning, erkannt haben, dass es in diesem Debütwerk inhaltlich um einen der zentralen Bestandteile nordischer Mythologie geht. OAKENSHIELD nimmt den Hörer mit auf eine einstündige Reise von Gunningagap, der Leere vor dem Anbeginn der Schöpfung, bis hin zur finalen Schlacht Vigridr.
Zwar nur ein Musiker, dafür aber eine Vielzahl an Instrumenten und feinen Melodien sorgen für elf zumeist ruhige bzw. getragene, aber dennoch recht abwechslungsreiche und dem Thema entsprechend erhabene Stücke. Mit seiner meist unaufgeregten Art lädt das Album förmlich dazu ein, es sich gemütlich zu machen, zurückzulehnen und sich für eine knappe Stunde in vergangene Zeiten entführen zu lassen. Gylfaginning bleibt zwar thematisch in der gleichen Schiene wie derzeit so viele Bands und Projekte, kommt aber, vor allem verglichen mit den vielen komplett unkreativen z.B. Ensiferum- und Moonsorrow-Klonen die der Erfolg des Genres zur Zeit in rascher Folge hervorbringt, erfrischend unbekümmert und in weiten Teilen schon recht eigenständig daher.
Ein gelungenes erstes Studioalbum von OAKENSHIELD, das zum einen den starken Eindruck, der mit den ersten beiden Demos (davon eines noch unter dem Namen Nifelhel) entstanden war, bestätigen kann, und zum anderen schon beim ersten Wurf kaum einen Vergleich mit den etablierten Bands des Genres scheuen muss.