Wenn
eine Band nach erfolglosen und unbeachteten Jahren reumütig
verlauten lässt, dass sie sich nun wieder an den eigenen,
kommerziell sehr erfolgreichen Wurzeln orientieren will, dann
klingt das wie ein letztes Aufbäumen eines sterbenden Sauriers.
Und eigentlich ist dieser Saurier schon seit langem tot.
Mit dem Sound, mit dem man einst ein neues Genre definierte
und zum Multi-Millionen-Plattenverkäufer aufstieg, holen
KORN heute keinen mehr auch nur hinter dem Ofen hervor.
Damit mutiert das nunmehr neunte Album III - Remember
Who You Are zum bitteren Abgesang der einstigen Nu Metal
Helden. Inspirations- und innovationslos verabschieden sich
KORN mit Songs, Sounds, Strukturen und Arrangements,
wie man sie schon besser auf Life Is Peachy und
Follow The Leader gehört, und Texten, wie
man sie bereits auf Issues gelesen hat.
Die Songs auf III - Remember Who You Are sind
buchstäblich klassisch; böse Zungen würden sie
als billigen Abklatsch alter Glanztaten bezeichnen. Den Die-Hard
Fan wird das vielleicht trotzdem freuen. Tracks wie Oildale
(Leave Me Alone) und Let The Guilt Go dürften
in die Charts eingehen und auch live sicherlich gut krachen.
Mit Lead The Parade und Never Around schafft man
es sogar noch einen Hauch an Originalität aufblitzen zu
lassen, das bleibt aber letztendlich nur eine Momentaufnahme.
Schade, aber mit dem letztendlich bitterböse und sarkastisch
betitelten Album III - Remember Who You Are dürfte
die Ära KORN ihr endgültiges Ende gefunden.